Verspannter Nacken Übungen

Nackenschmerzen, Verspannungen und Verhärtungen der Muskulatur – ein lästiges Leid. Eine Verspannung im Nackenbereich kann schnell einsetzen, schon bei der kleinsten Umdrehung, beim Schlaf oder am Arbeitsplatz, beim Fahrradfahren oder durch Windzug zieht ein heftiger Schmerz durch den Nacken und die Schulter. In den meisten Fällen helfen Wärme, Dehnungs- und Lockerungsübungen.

Verspannter Nacken: Wärmebehandlung zur Lockerung

Entspannung ist wichtig. Gerade, wenn es kribbelt und zieht, schmerzt und bestimmte Teile wie taub erscheinen, helfen heiße Bäder, Fangopackungen oder Wärmeflaschen. Rotlicht ist das ideale Hausmittel, um die Last loszuwerden. Wunderbar kombiniert werden kann das mit einer Schulter-Nacken-Massage. Erst, wenn die Muskulatur durch die Wärme locker geworden ist, lässt sich die Verspannung lösen.

Die altbewährte Nackengymnastik bei einem verspannten Nacken

Betrifft die Verspannung die seitliche Halsmuskulatur, sollten Sie die rechte Hand auf die linke Schulter legen. Versuchen Sie, den Kopf nach rechts zu drehen und nach unten zu schauen. Versuchen Sie nun, die linke Seite von der Schulter wegzudrehen und drücken Sie mit der rechten Hand die linke Schulter runter. Zählen Sie im Sekundenrhythmus bis 30 und richten Sie sich nun wieder auf. Um die andere Seite ebenso entspannen zu können, beginnen Sie, die linke Hand auf die rechte Schulter zu legen, den Kopf nach links unten zu richten und die rechte Seite von der Schulter wegzudrehen.

Drücken Sie mit der linken Hand die rechte Schulter runter und versuchen Sie nun wieder im 30-Sekunden-Takt in die Normalität zurückzukehren. Das ist übrigens eine gute Übung für Personen, die lange im Büro am PC sitzen müssen. Um Verspannungen vorzubeugen, sollten diese kleinen Übungen auch während der Pausen mal getätigt werden.

Lockerungsübungen gegen die Verspannung im Nacken

Bewegen Sie die Muskeln Ihres Körpers durch das langsame Kreisen Ihrer Schultern. Beginnen Sie diese Übung in der aufrechten Körperhaltung. Dehnen Sie die Schultern so gut Sie können, es darf jedoch kein zusätzlicher Schmerz entstehen. Die Dehnung sollte etwa 30 Sekunden anhalten. Dabei beachten Sie die Atemtechnik. Die Dehnungsübungen sollten dynamisch erfolgen. Beim Einatmen heben Sie die Schultern und beim Ausatmen lassen Sie wieder los. Senken Sie den Kopf so gut wie möglich nach unten, sodass Sie die hintere Hals- und Nackenmuskulatur spüren. Verschränken Sie Ihre Hände auf dem Hinterkopf und drücken Sie ihn nach unten. Versuchen Sie das Kinn zum Brustbein zu bewegen.

Bei der nächsten Ausatmung neigen Sie den Kopf nach rechts und ziehen die linke Schulter nach unten. Wenn Sie nun wieder in die aufrechte Körperhaltung zurückkehren, fassen Sie Ihre Hände vor dem Körper an und bringen Sie in die Position der Schultern. Versuchen Sie nun die Schulterblätter nach vorne zu falten.

In schweren Fällen ersetzen Übungen und Hilfsmittel natürlich nicht den Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker. Dennoch sollten Sie auf Ihr Wohlfühlempfinden achten und vorbeugen, bevor sich der Teufelskreis von Nackenverspannungen erschließt.